VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

 

New York Times, 27. März 2018

„New York Times hat ein großangelegtes Porträt über das Orbán-System veröffentlicht. Ein Artikel dieser Art ist auch schon deshalb interessant, weil er zeigt, wie eines der einflussreichsten und auch fachlich niveauvollsten Blätter der Welt Ungarn darstellt“, kann man  unter index.hu über den Beitrag Patrick Kingsleys How Viktor Orban Bends Hungarian Society to His Will  (Wie nötigt Viktor Orbán der ungarischen Gesellschaft seinen Willen auf) lesen.

Darin werden auch das VERITAS Institut sowie dessen Generaldirektor Sándor Szakály erwähnt. Der Journalist  der New York Times wandte sich mit seinen Fragen an den Generaldirektor unseres Instituts, der diese detailliert beantwortete. Der Autor des Artikels veröffentlichte einen Text, der die Wirklichkeit tendenziös verzerrt, wobei er die Antworten unbeachtet ließ. Auf den beiden abrufbaren pdf-Dateien sind Patrick Kingsleys Fragen und die Antworten des Generaldirektors dazu in englischer Sprache sowie in ungarischer Übersetzung  nachzulesen.

Anmerkung: In dem ominösen und recht häufig angegriffenen Interview von Sándor Szakály, das die ungarische Nachrichtenagentur MTI am 17. Januar 2014 veröffentlichte, ist Folgendes zu lesen: „… auch darüber muss man reden, dass im Gegensatz zu dem über Ungarn entstandenen Bild dem hiesigen Judentum in Wirklichkeit von dem Moment an ein beachtlicher Verlust zugefügt wurde, da die deutsche Wehrmacht in Ungarn einmarschierte und so die Souveränität des Landes nach dem 19. März 1944 stark eingeschränkt wurde.“ Er verwies darauf, dass mehrere Historiker der Ansicht sind, dass die erste Deportation aus Ungarn  im Zweiten Weltkrieg 1941 nach Kamenecz-Podolsk erfolgte, die seiner Meinung nach eher als Verfahren der Ausländerbehörde zu betrachten ist, weil diejenigen, die über keine ungarische Staatsbürgerschaft verfügten, dorthin abgeschoben wurden. Als es sich herausstellte, dass viele von ihnen ermordet wurden, ermöglichte Innenminister Ferenc Keresztes-Fischer die Rückkehr nach Ungarn, betonte er.