VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

In ihrer Mittwoch-Ausgabe (27. Februar) geht die Frankfurter Allgemeinen Zeitung  (Autor: Joseph Croitoru) ausführlich auf die Situation um die Ungarische Akademie der Wissenschaften und die Demonstrationen gegen Entscheidungen der ungarischen Regierung ein, wonach  die akademieeigenen Forschungsinstitute keine Grundfinanzierung mehr bekommen sollen. Laut Bericht betrachte auch der Präsident der Akademie das stetig wachsende Netz der in letzter Zeit geschaffenen neuen Forschungseinrichtungen mit Sorge, denen immer mehr Fördermittel zuteilwerden. In diese Kategorie falle das 2013 gegründete VERITAS Institut für Geschichtsforschung, dessen Leiter, der Historiker Sándor Szakály, wegen einer Äußerung 2014 vom Verband der jüdischen Gemeinden Ungarns – vergebens – zum Rückstritt aufgefordert wurde.

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Anmerkung:  In dem ominösen und recht häufig angegriffenen Interview von Sándor  Szakály, das die ungarische Nachrichtenagentur MTI am 17. Januar 2014 veröffentlichte, ist Folgendes zu lesen: „… auch darüber muss man reden, dass im Gegensatz zu dem über Ungarn entstandenen Bild dem hiesigen Judentum in Wirklichkeit von dem Moment an ein beachtlicher Verlust zugefügt wurde, da die deutsche Wehrmacht in Ungarn einmarschierte und so die Souveränität des Landes nach dem 19. März 1944 stark eingeschränkt wurde.“ Er verwies darauf, dass mehrere Historiker der Ansicht sind, dass die erste Deportation aus Ungarn  im Zweiten Weltkrieg 1941 nach Kamenecz-Podolsk erfolgte, die seiner Meinung nach eher als Verfahren der Ausländerbehörde zu betrachten ist, weil diejenigen, die über keine ungarische Staatsbürgerschaft verfügten, dorthin abgeschoben wurden. Als es sich herausstellte, dass viele von ihnen ermordet wurden, ermöglichte Innenminister Ferenc Keresztes-Fischer die Rückkehr nach Ungarn, betonte er.