VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Interdisziplinarität zwischen Kultur und Wissenschaft. Hungarologie im 21. Jahrhundert

22 - 27. August 2016

„Vertreter der zur Hungarologie gehörenden Wissenschaftsdisziplinen müssen heute gegen die Abwertung der Humanwissenschaften und insbesondere der kleinen Sprachen und Kulturen, die auf ökonomische Rationalität Bezug nimmt, gleichzeitig vorgehen. Es ist allerdings offensichtlich, dass die Geisteswissenschaften, darunter auch die Hungarologie, durch den grundlegenden Anspruch auf Verständigung und die Notwendigkeit der kulturellen Vermittlung unentbehrlich werden. Für die Humaniora bedeuten die Erweiterung der Kontexte und die Interdisziplinarität der Wissenschaft den Ausweg aus der Krise. Die Hungarologie kann in dieser Hinsicht als Modell dienen, denn sie ist kein Wissenschaftszweig im herkömmlichen Sinne des Wortes, sondern der Rahmen für das Zusammenwirken unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen. Die sprachlichen, ethnischen und kulturellen Merkmale des Ungartums, die Formen seiner künstlerischen Selbstdarstellung, die Typen seiner politischen und gesellschaftlichen Organisation sowie die Geschichte seines Kontaktes mit den übrigen Völkern und Kulturen Europas und der Welt – diese Fragen können in synchroner und geschichtlicher Projektion gleicherweise auch aus der Sicht der Kulturanthropologie, der Ethnografie, der Sprach-, Geschichts- und der Literaturwissenschaft, der Musik-, Film- und Theaterwissenschaft, der Kunstgeschichte, der Philosophie sowie einer Kulturwissenschaft mit breiterer Perspektive untersucht werden”, heißt es auf der Webseite des Kongresses.

Gábor Ujváry vertritt das VERITAS Institut für Geschichtsforschung. Er beteiligt sich an dem Ereignis mit den Vorträgen Róbert Gragger und die ungarische Außenpolitik sowie Das vor 100 Jahren von der Universität Berlin gegründete Ungarische Institut in der Zwischenkriegszeit beziehungsweise als Leiter dieses Symposions. Zugegen sind ferner Kálmán Árpád Kovács und László Orosz mit ihren Präsentationen Die Rassentheorie, die Nazi-Ideologie und die ungarische Öffentlichkeit der Reformierten 1930–1933 beziehungsweise Ein ungarischer Statistiker im Schatten des deutschen „Volksbodens”. Alajos Kovács über die Expansion der deutschen Bevölkerung in Westungarn.

Ort: Universität Pécs, Philologische Fakultät, Weg der Jugend 6.

Programm

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