VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

14. November 2018

Zwischen dem 12. und 18. November findet zu Ehren des einstigen Kultusministers Kuno Graf Klebelsberg in der Budapester Klebelsberg Kulturkurie eine Gedenkwoche statt. Den Anlass bieten sein 143. Geburts- und sein 86. Todestag. An diesem Ereignis nahm unser Kollege Gábor Ujváry teil, der einen Vortrag zum Thema Die Entstehung der Institute mit der Bezeichnung Collegium Hungaricum, ihre Geschichte und ihr Nachleben nach dem Zweiten Weltkrieg hielt.

Kuno Klebelsberg beschwor oft zwei Grundmotive seiner Kulturpolitik: die Erhöhung des Bildungsniveaus der „unteren Volksschichten” und die Notwendigkeit der Herausbildung einer Elite mit europäischem Weitblick. Im Interesse des Letzteren schuf er ein Stipendiensystem für die talentiertesten ungarischen Jugendlichen, das vorwiegend nach Abschluss des Studiums eine nach dem heutigen Begriff postgraduale Ausbildung garantierte. Für dessen Unterstützung richtete er ein Netz von Institutionen in den für die ungarische kulturelle Außenpolitik wichtigsten Großstädten ein: So entstanden die Institutionen mit dem Namen Collegium Hungaricum 1924 in Berlin und Wien, 1927 in Rom und im selben Jahr ein Institut ähnlichen Typs in Paris: Sie nahmen die ungarischen staatlichen Stipendiaten auf, von denen etwa drei Viertel der späteren Elite der Geistesschaffenden angehörten.

Der Eintritt ist unentgeltlich, allerdings registrierungspflichtig. Anmeldung hier.

Ort: Kulturkurie Klebelsberg, 1028 Budapest, Templom-Str. 2-10

Zeitpunkt: Mittwoch, 14. November 2018, 18.30 Uhr