VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

04. Dezember 2019

Die Architekturstiftung die Visegrader Vier und das VERITAS Institut sind die Veranstalter eines Vortrages unseres Kollegen Róbert Hermann, den er zum Thema Trianons Vorgeschichte im 19. Jahrhundert: Die Nationalitätenfrage1848–1849 hält.

Nach dem Sieg der ungarischen Revolution zeigten sich im Kreis der Partnernationen und nationalen Minderheiten in Ungarn zunächst Freude, dann Enttäuschung: Freude wegen der Errungenschaften der bürgerlichen Umgestaltung und Enttäuschung deswegen, weil die an die Macht gekommene ungarische Regierung nicht gewillt war, ihnen Körperschaftsrechte und territoriale Selbstverwaltung zuteilwerden zu lassen, abgesehen von den Kroaten, die auch von der ungarischen Regierung als selbständige Nation betrachtet wurde. Seit 170 Jahren wird darüber diskutiert, ob die ungarische politische Elite hätte großzügiger sein können, und wenn sie so gehandelt hätte, ob dann die militärische Niederlage hätte vermieden werden können. Hatten Batthyány, Kossuth und ihre Mitstreiter die Nationalitätenfrage "falsch angepackt" oder waren sie mit einem unlösbaren Problem konfrontiert? Führte ein gerader Weg von 1848 zu 1918? Antworten auf diese Fragen sucht der Vortrag.

Die Veranstaltung ist unentgeltlich, jedoch registrierungspflichtig. Anmeldung unter: v4@v4fund.archi,  oder bei Frau Beata Albrecht unter der Telefonnr. +36 70 3898720.

Ort: Schloss Klebelsberg, 1028 Budapest, Templom-Str. 12–14

Zeitpunkt: Mittwoch, 4. Dezember 2019, 17.30 Uhr