VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

29. Februar 2020

Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer von Diktaturen hält unser Kollege Kálmán Árpád Kovács  in Albertirsa (bei Budapest) einen Vortrag mit dem Titel Vier Punkte des Überlebens – Theorie und praktische Verwirklichung in den sowjetischen Zwangsarbeitslagern. Ein weiterer Vortragender  ist der Schriftsteller und Lehrer Ádám Koltói. Sein Thema lautet: Herztöne, Grabtöne zum Andenken an meinen Vater.

Der Titel des Vortrages zitiert Károly Olofssons* (bekannt geworden unter dem Namen Pater Placid) Gedanken von bleibendem Wert. Die vier Punkte des Überlebens lauten: 1. Die Leiden  nicht überdramatisieren,  2. die kleinen Freuden des Lebens suchen,  3. einen Halt suchen, der für die Gläubigen freilich der Glaube ist, und 4. Tag für Tag aufzeigen, dass man den Aufsehern überlegen ist.  Diese Gedanken können auf dreierlei Art und Weise interpretiert werden: 1.) durch das Verhältnis zwischen dem Christentum als Glaubensentität und dem Kommunismus als politische Ideologie, 2.) durch die Merkmale der bolschewistischen und kommunistischen Kirchenpolitik und 3.) durch die Theologie des Leidens.

Ort: Kulturhaus Móra Ferenc,  2730 Albertirsa, Pesti-Str. 85

Zeitpunkt: Samstag, 29. Februar 2020, 13.30 Uhr

*Pater Placid (1916-2017) wurde 1946 auf Grund falscher Anschuldigungen zur Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Er verbrachte zehn Jahre in den sowjetischen Gulags.