VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Biografie Kuno Klebelsbergs

09. April 2015

Das VERITAS Institut stand am 9. April 2015 außer der Präsentation seiner eigenen drei Bücher auch im Zusammenhang mit einem vierten Werk auf dem Programm des Ungarischen Nationalmuseums: Die Kurzmonografie von Gábor Ujváry, Leiter der Forschungsgruppe des Instituts für die Zwischenkriegszeit, über Kuno Klebelsberg wurde im Todorescu-Saal des Museums präsentiert.

Das biografische Werk mit dem Titel „Ein Staatsmann von europäischem Format – Kuno Klebelsberg (1875–1932)” ist nicht nur deshalb von Bedeutung, weil es den Lebensweg und die berufliche Laufbahn einer Persönlichkeit mit den Tugenden eines epochalen Staatsmannes darstellt, sondern auch dadurch, dass seit der Monografie von József Huszti aus dem Jahre 1942 – neben unzähligen Teilstudien sowie Schriften, die die Tätigkeit Klebelsbergs als Minister analysieren – keine Arbeit entstand, die neue Forschungsangaben, neue Zusammenhänge und Interpretationen beinhaltet und das gesamte Lebenswerk darstellt. Obendrein galt das Werk Husztis nicht dem großen Publikum, und es kann heute nicht einmal mehr in Antiquariaten aufgespürt werden. Hingegen ist das Buch von Gábor Ujváry dank der Herausgabe des Verlags Kronosz in der Serie Silhouette – Ungarische Historische Gesellschaft – Moderne historische Biografien sehr wohl zugänglich. Die moderne Arbeit, die den Regeln des Verfassens klassischer Biografien gerecht wird, zeichnet auch ein Bild der Epoche. Der Titel erinnert an die Einschätzung Carl Heinrich Beckers, einer der namhaftesten Gestalten der internationalen Wissenschaftspolitik der Zwischenkriegszeit, über Klebelsberg. Die Biografie, die den Lebensweg des wirkungsvollen ungarischen Religions- und Kultusministers mit dem „größten Traum” behandelt, widmet dem Lebensabschnitt ihres Helden vor seinem Ministerposten, als dieser an seinem späteren Werdegang arbeitete, wesentlich größere Aufmerksamkeit als frühere Arbeiten über Klebelsberg. Dabei werden die bisherigen Forschungen summiert und die wichtigsten Ergebnisse seines Schaffens dargestellt. Aus der Widmung des Autors geht hervor, dass das Ziel des Buches es ist, neben der objektiven Darstellung des Wirkens des Staatsmannes den fehlbaren Menschen zu beschreiben, der hie und da auch Fehler beging: „All das mindert keineswegs seine Größe, mehr noch, es verstärkt sie eher…”

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