VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Treffen von sechs Instituten in Veszprém

11. Juni 2015

Die erste thematische Konferenz von sechs Instituten für die ungarische Nationalpolitik und Nationalstrategie fand am 11. Juni 2015 statt.

Ungarn trägt die Verantwortung für das Schicksal der Ungarn im Ausland. Mit diesen Worten erinnerte Jenő Szász am 11. Juni auf der Konferenz mit dem Titel „Mitdenken über die Nationalstrategie und die Nationalpolitik” an den Passus des Grundgesetzes bezüglich der außerhalb der Landesgrenzen lebenden Ungarn. Der Vorsitzende des Forschungsinstituts für Nationalstrategie (ung. Abk. NSKI) fügte hinzu: In den letzten Jahren sind die Gesetze verabschiedet worden, die die psychischen und verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Vereinigung der Nation geschaffen haben. Während dieser Veranstaltung, die das NSKI gemeinsam mit der Werkstatt für Hungarologische Forschungen in Veszprém und der Pannonischen Universität organisierte, befassten sich die Vortragenden mit nationalphilosophischen Einschätzungen, einer nationalstratgegischen Vorausschau sowie nationalpolitischen Zielstellungen. László Orosz, wissenschaftlicher Hauptmitarbeiter unseres Instituts, ging darauf ein, wie sich die ungarischen nationalen Integrationsbestrebungen im 20. Jahrhundert und während der Regierungszyklen nach der Wende entwickelten. In seinem Vortrag hob er u.a. hervor: In der Periode nach dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Möglichkeit, die durch Trianon verursachte Wunde anzusprechen. Das 40jährige Schweigen wurde mit dem Systemwandel gebrochen. Der Redner betonte: Durch die Bildung der Antall-Regierung erreichte die Nationalpolitik endlich die Ebene der großen Politik.