VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Erinnern wir uns und andere

27. August 2015

Ungarns Regierung hat die Trauer des ganzen Landes zum Ausdruck gebracht, indem sie zu Ehren der am 27. und 28. August 1941 aus Ungarn abgeschobenen und gnadenlos massenweise ermordeten jüdischen Opfer ein Denkmal in Kameniec-Podolsk (Ukraine) aufstellte.
Auf der Gedenkfeier sprachen Dr. Csaba Latorcai, der zuständige stellvertretende Staatssekretär für besondere gesellschaftliche Angelegenheiten im Büro des Ministerpräsidenten, Dr. Sándor Szakály, Generaldirektor des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Péter Kirschner, Präsident des Ungarischen Jüdischen Kulturvereins.

Die Aufstellung des Mahnmals hilft auch dabei, Wunden und Unrecht der Vergangenheit gemeinsam zu heilen sowie den Trauernden unseren Schmerz und unser Mitgefühl auszusprechen, sagte Csaba Latorcai in seiner Begrüßungsrede.
KPfénykép1IMG 4447 260Nach den im Juli 1941 begonnenen Abschiebungen aus dem Gebiet des damaligen Ungarns kam es zu einer der ersten Massenhinrichtungen im Zweiten Weltkrieg, der zehntausende Juden zum Opfer fielen. Das Auslöschen ihres Lebens war ein enormer Verlust und eine nicht wiedergutzumachende, unmenschliche Handlung.
Der stellvertretende Staatssekretär bedankte sich für die selbstlose und engagierte Hilfe der ukrainischen staatlichen und gesellschaftlichen Organisationen sowie der Selbstverwaltungen, die sie für die Aufstellung des Denkmals leisteten. Diese Unterstützung ist besonders wertvoll in der Situation, in der die heutige Ukraine gezwungen ist, mit den Angriffen fertigzuwerden, die die territoriale Einheit und die Souveränität des Landes gefährden, sowie der wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Krise entgegenzuwirken.
Seine Rede schloss er mit einem Zitat aus dem Mahnbrief des Heiligen Stephans an seinen Sohn Prinz Emmerich, das uns alle darauf aufmerksam macht, dass „jeder Mensch im gleichen Zustand geboren wird, und uns nichts anderes erhebt als allein Demut und uns nichts abstößt als allein Hochmut und Hass”.

Sándor Szakály erwies jenen, die einst in einen sinnlosen Tod gestoßen wurden, seine Ehrerbietung mit folgenden Worten:

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