VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

04 - 06. September 2015

Das erste Wochenende im September gehörte auf dem Fest der Ungarischen Sprache und des Ungarischen Buches in der Budaer Burg Büchern, Schriftstellern und Lesern. Ehrengäste der diesjährigen Veranstaltung waren die Tschangos, die im Südosten Siebenbürgens, in der Region Moldau lebende ungarische Minderheit von einigen hunderttausend Seelen, die eine archaische ungarische Sprache und ihre besondere Musik bis heute wahren.

Auf dem zum 13. Mal veranstalteten dreitägigen Fest des Buches vom 4. bis 6. September erwarteten Familien- und Kinderprogramme, literarische Vorträge, Buchpräsentationen und Konzerte die Besucher auf dem Platz der Dreifaltigkeit im Burgviertel. Die eingeladenen Verlage warteten mit zahlreichen Neuheiten und natürlich mit der Möglichkeit auf, Bücher zu vergünstigten Preisen anzubieten.

Auch das VERITAS Institut für Geschichtsforschung war auf der Veranstaltung zugegen: Am Freitag, den 4. September 2015 um 18.00 Uhr stellte sich unser ständiger Partner, die literarische Werkstatt Magyar Napló vor, ein anerkannter Vertreter intellektueller, sich auf Werte konzentrierender Buchverlage, der auf dem Fest des Buches Jahr für Jahr mit niveauvollen belletristischen, literaturwissenschaftlichen und historischen Bänden aufwartet. Auch dieses Jahr wurden Arbeiten mehrerer namhafter Schriftsteller präsentiert, unter ihnen waren auch die diesjährigen Stücke der Reihen VERITAS-Bücher und VERITAS-Hefte zu finden. Im Rahmen der Präsentationen sprach die 2015 mit dem Kossuth-Preis ausgezeichnete Katalin Mezey über ihr Kinderbuch mit dem Titel Csutakjutka meséi és újabb történetek (Märchen von Csutakjutka und weitere Geschichten). János Oláh präsentierte seinen Roman Az őrült (Der Wahnsinnige), Sándor Szakály seinen Band Történelem és publicisztika (Geschichte und Publizistik).

Am Sonntag, den 6. September 2015 um 15.00 Uhr analysierten und beurteilten der Historiker Sándor Szakály, Generaldirektor des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung, und Árpád Rácz, Chefredakteur der Zeitschrift Rubicon das Buch von Deborah S. Cornelius: Kutyaszorítóban. Magyarország és a II. világháború (In der Zwickmühle. Ungarn und der Zweite Weltkrieg), das Anfang Juli dieses Jahres in ungarischer Sprache in der Reihe der Rubicon-Bücher erschienen ist

Die amerikanische Historikerin Deborah S. Cornelius befasst sich seit über 50 Jahren mit der ungarischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Sie entdeckte, wie wenig das englischsprachige Publikum über Ungarn weiß, und sammelte im Laufe von Jahrzehnten das Material, aus dem dieser Band entstand. Deborah S. Cornelius stellt in einem äußerst unterhaltsamen Stil und einer auch für das breite Publikum verständlichen Form die Situation einer Falle dar, in der Ungarn nach Trianon einen Ausweg suchte. Während des Weltkrieges konnte das in die Zange geratene Land nur noch zwischen schlecht oder noch schlechter wählen.

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