VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

27. November 2015

Zwei neue Bände werden am 27. November um 16.00 Uhr im Pollack-Saal des Ungarischen Nationalmuseums vor großem Publikum präsentiert. Sie sind in der Reihe der Publikationen der Historischen Werkstatt der Hochschule János Kodolányi, Székesfehérvár, beim Verlag Ráció erschienen: László Orosz: Tudomány és politika. Fritz Valjavec (1909–1960) a két világháború közötti magyar–német tudománypolitikai kapcsolatokban (Wissenschaft und Politik. Fritz Valjavec (19091960) in den ungarisch-deutschen wissenschaftspolitischen Beziehungen zwischen den zwei Weltkriegen) sowie József Csurgai Horváth: Székesfehérvár urbanizációja. A városfejlődés a kiegyezés korában (Die Urbanisation von Stuhlweißenburg. Städteentwicklung in der Zeit des Ausgleichs)

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László Orosz, wissenschaftlicher Hauptmitarbeiter des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung, befasst sich seit langen Jahren mit dem Werk von Fritz Valjavec. Als Ergebnis seiner Archivforschungen in Ungarn und Deutschland ist seine sowohl in der ungarischen und als auch der internationalen Fachliteratur erste, umfangreiche Biografie über die emblematische Gestalt des Münchner Südost-Instituts entstanden, die die Zeitschrift Südost-Forschungen, das international anerkannte Organ über Forschungen in unserem Raum, ins Leben gerufen hatte und bis zu seinem Tod redigierte. Fritz Valjavec war einer der wenigen westeuropäischen Historiker, die sich die Analyse der Geschichte der Völker Südost-Europas – darunter der Ungarn – nicht nach bewährten westeuropäischen Mustern und nicht nach verständnisloser Bagatellisierung aufgeworfener Fragen durch Denker in überseeischen Koordinaten, sondern durch Einbeziehung der Betroffenen in die gemeinsamen Überlegungen und durch den Gedankenaustausch der namhaftesten Vertreter der Wissenschaftsdisziplin vorstellten. Von bahnbrecherischer Bedeutung war das Experiment, wie seine Zeitschrift ein europäisches Forum für die Erörterung oft völlig unterschiedlicher Ansichten der betroffenen Völker und dadurch für die Auflösung des gegenseitigen Beleidigtseins in der Zwischenkriegszeit geschaffen hat.
Über den Band unterhalten sich Zsolt K. Lengyel, Direktor des Ungarischen Instituts in Regensburg, und Gábor Ujváry, Leiter der Forschungsgruppe für die Horthy-Ära im VERITAS Institut.

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Der Historiker und Hochschulprofessor József Csurgai Horváth, Direktor des Städtischen Archivs der Stadt mit Komitatsrecht Székesfehérvár, stellt in seinem Buch mit dem Titel Székesfehérvár Urbanizációja die Urbanisation der Stadt in der Zeit der Monarchie dar. Bei Nutzung des reichen Materials des städtischen Archivs und zugleich gestützt auf die Fachliteratur, die sich auf das ganze Land bezieht, macht er die politischen Veränderungen der Stadt und den Beitrag der führenden Köpfe, Körperschaften und patriotischen Bürger der Stadt zur Entwicklung von Székesfehérvár bekannt. Ausführlich befasst er sich mit allen wesentlichen Bereichen der Urbanisation, angefangen von der Industrialisierung über die Gestaltung öffentlicher Plätze, die Bauarbeiten, die Schaffung sozialer Einrichtungen und den Ausbau von Wasserleitungen und des Kanalisationsnetzes bis zur Einführung der elektrischen Beleuchtung und bis zur Entwicklung des Straßen- und Bahnverkehrs.
Bei der Buchpräsentation spricht der Historiker Gábor Ujváry, Forschungsgruppenleiter im VERITAS Institut, mit dem Autor.

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