VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

21. November 2015

Die Organisation der gewesenen Ungarischen Politischen Häftlinge und Zwangsarbeiterin der ehemaligen Sowjetunion und das Gulag-Gedenkkomitee haben am 21. November 2015 im Hof der Gyula-Derkovits-Grundschule im Budapester VI. Stadtbezirk eine Gedenkfeier veranstaltet. (Zwischen 1945 und 1948 befand sich in diesem Gebäude das Gefängnis der sowjetischen Staatssicherheit.)

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Ministerpräsident Viktor Orbán  betonte auf der Veranstaltung: „Im Namen der gesamten Nation gedenken wir der Verschleppten, verbeugen uns vor den Toten, bringen unsere Achtung vor den Heimgekehrten zum Ausdruck und geben Acht auf die noch Lebenden.“

Vom Herbst 1944 an wurden annähernd 800.000 Menschen als Kriegsgefangene oder Internierte aus Ungarn für mehrjährige Zwangsarbeit beziehungsweise Verbannung von 5 bis 25 Jahren in die Sowjetunion verschleppt. Zehntausende politischer Häftlinge und unschuldiger Menschen von der Straße gerieten in die GULAG-Anlagen unter effektiver Mitwirkung der ungarischen Behörden, aufgrund fiktiver Anschuldigungen. Nur ein Fünftel der Verschleppten überlebte die Schicksalsprüfungen. Die erste Gruppe der Überlebenden konnte erst fast ein ganzes Jahrzehnt später, am 25. November 1953 aus den GULAG-Lagern nach Ungarn heimkehren.

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