VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Auch András Gergely, Leiter der Forschungsgruppe für die Zeit der Doppel-Monarchie im VERITAS Institut für Geschichtsforschung, hielt einen Vortrag

04. Dezember 2015

György Szabad hat als aktives Akademiemitglied die Geschichtswissenschaften, Vertreter des öffentlichen Lebens und deren Werke kontinuierlich „Revue passieren” lassen. Seinem Lieblingsausdruck folgend, werden wir der Reihe nach abhandeln, zu wessen Ehren am 4. Dezember 2015 im Ratsaal der Geisteswissenschaftlichen Fakultät (BTK) der Loránd-Eötvös-Universität (ELTE) eine Gedenkkonferenz organisiert wurde. Auf der wissenschaftlichen Beratung, die von der ELTE BTK sowie der Öffentlichen Stiftung für die Forschung der Mittel- und Osteuropäischen Geschichte und Gesellschaft veranstaltet wurde, hielten László Kövér, Präsident des Ungarischen Parlaments, Mária Schmidt, Generaldirektorin des Museums Haus des Terrors und Barna Mezey, Rektor der ELTE, Begrüßungsansprachen. Zu den Vortragenden gehörte auch András Gergely, Leiter der Forschungsgruppe für die Epoche der Doppel-Monarchie im VERITAS Institut für Geschichtsforschung, mit seinem Vortrag Das Eötvös Kollegium und György Szabad. Darüber befragten wir den Geschichtsprofessor András Gergely nach der Konferenz.

György Szabad (Arad, 1924 – Budapest, 2015) Akademiemitglied und Träger des Széchenyi-Preises, hätte aller Gewissheit nach – wenn er 1848 gelebt hätte – als eines der Mitglieder der berühmten Reformgeneration eine Rolle im Kampf um die bürgerliche Umgestaltung übernommen. Er tat dies auch als würdiger Nachfolger: Er erforschte unter anderem die Geschichte der ungarischen Freigeistigkeit und der bürgerlichen Entwicklung, und gab als Professor die unvergänglichen Ideen dieser Epoche weiter. Von seiner Jugend an wählte er sich Lajos Kossuth als Helden, dem er neben zahlreichen Studien auch drei Bücher widmete. Als Gelehrter und Politiker war er darum bemüht, den Kossuth’schen Gedanken lebendig werden zu lassen, der da lautet: »Das Vaterland ist ewig, und wir sind nicht nur dem verpflichtet, was es gibt, sondern auch dem, was es geben kann und geben wird.«

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