VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

26. November 2015

Die Forschungsgruppe für Universitätsgeschichte MTA-ELTE hat am 26. November 2015 vor allem für das Fachpublikum ein Programm zur Präsentation ihrer bisherigen Tätigkeit veranstaltet.

Die im Sommer 2013 gegründete Forschungsgruppe der Ungarischen Akademie der Wissenschaften MTA und der Budapester Lorand-Eötvös-Universität ELTE hat die Erforschung der Geschichte der ungarischen Universitäten in drei Themenbereichen aufgenommen. Den ersten Bereich bildete die Vorbereitung einer vollständigen Datensammlung über den Besuch ungarischer Studenten an ausländischen Universitäten im Mittelalter, unter Verwendung der Ergebnisse jüngster Forschungen im In- und Ausland, einschließlich der Laufbahn der Studenten. Der zweite Bereich umfasst die Erschließung der Studiendaten sämtlicher Studenten, die ungarische staatliche und kirchliche Lehranstalten des Hochschulwesens im Karpatenbecken besucht hatten, in Form einer Computer-Datenbank in der ersten Stufe von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis 1850. Den dritten Bereich bilden die Sammlung und Aufarbeitung des bisher nicht erschlossenen Quellenmaterials von Archiven, das sich auf das ungarische Hochschulwesen in der Epoche nach 1945 bezieht. Die Tätigkeit der Gruppe fügt sich in die Zusammenarbeit ein, die die Internationale Kommission für Universitätsgeschichte 2012 initiierte. In diesem Rahmen will man die in den einzelnen Ländern bereits seit Jahren in Arbeit befindlichen Datenbanken über Studenten aus dem Mittelalter und der Neuzeit verbinden und eine internationale Datenbank über die Universitätsgeschichte schaffen.

 

Die Vorträge umfassten alle drei Themenbereiche. Teréz Oborni, Leiterin der Themengruppe Frühe Neuzeit am Institut für Geschichtswissenschaften des Forschungszentrums für Geisteswissenschaften der MTA, schätzte die nun aus fünf Bänden bestehende und vor Kurzem abgeschlossene Publikationsserie über die Peregrination in Siebenbürgen ein.
Gábor Ujváry
, Forschungsgruppenleiter im VERITAS Institut für Geschichtsforschung, präsentierte die von seiner Gruppe publizierten zwei Datensammlungen, die die Reihe „Peregrination von Studenten aus Ungarn” abschließen. Der Band Nr. 21 von Andor Mészáros – Lászó Szögi und Júlia Varga trägt den Titel Studenten aus Ungarn an kleineren Universitäten und Akademien des Reiches 1789–1919, die Arbeit von Gábor Patyi, Zsolt Simon, Miklós Szabó, László Szögi und Júia Varga, Band 22. hingegen Studenten aus Ungarn an Wiener Universitäten und Hochschulen 1857–1890. Der Band Nr. 21. der drei Autoren beinhaltet Angaben von insgesamt 6.992 Studenten aus Ungarn an insgesamt 25 Hochschuleinrichtungen für Technik und Künste sowie Universitäten und Akademien in den österreichischen und böhmischen Erbländern, auf kroatischen Gebieten und in Galizien – bis auf Wien im langen 19. Jahrhundert. Diese Datensammlung wird durch den Band 22. vervollständigt, der die Rolle der Wiener Einrichtungen darstellt und die Inskribierungsdaten von etwa 12.500 Studenten beinhaltet.
Die Beratung ging mit der kurzen Vorstellung der Web-Site der Forschungsgruppe zu Ende.

Einladung

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