VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Imre Grófs Lebensgeschichte und sein Tagebuch vom russischen Kriegsschauplatz

15. Dezember 2015

Der Verlag Napkút hat zu einer Buchpräsentation am 15. Dezember 2015 in die Buchhandlung Litea (1014 Budapest, Hess András Platz 4) eingeladen. Es ging um den Band „Somogyi bakák szakaszparancsnokaként a Don-kanyarban” (Als Zugkommandeur von Soldaten aus dem Komitat Somogy am Donbogen) von Péter Gróf und Péter Szabó. Präsentiert wurde das reich illustrierte Buch vom Historiker Prof. Sándor Szakály, Generaldirektor des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung, im Gespräch mit den Autoren und István Erdélyi, von dem das Nachwort stammt.

Das 20. Jahrhundert war voller tragischer Ereignisse, Gräuel und Grausamkeiten. Es ist fast drei Jahrzehnte her, dass sich die Helden und Opfer der Kämpfe am Don vor der Öffentlichkeit äußern durften. Seitdem, vor allem nach 1990, erinnerten nicht nur historische Fachstudien, sondern auch persönliche Memoiren an die Grausamkeiten auf den östlichen Kriegsschauplätzen.

Imre Grófs Tagebuch führt uns – anhand der authentischen Beschreibung des Kampfgeschehens, an dem er selbst beteiligt war, das von ihm beobachtet wurde oder von dem er gehört hatte – zu dem vielleicht am meisten erwähnten Kampfplatz des Zweiten Weltkrieges, in die Region am Don in Russland. Der junge Mann Imre Gróf wollte durch sein Wissen und seine Willenskraft aus der Bauernwelt ausbrechen. Sein äußerst lebensnahes und faktenreiches Tagebuch von diesem Kriegsschauplatz findet durch seine Aufnahmen von der Front und die Darstellung des authentischen militärhistorischen Hintergrundes auch heute noch Interesse.

Trotz der Tatsache, dass das Weltbild des Menschen von Heute durch die multimedialen Instrumente stark beeinflusst wird, ist das Interesse für die Vergangenheit in der Mentalität unserer Zeitgenossen unverändert zugegen. Insbesondere trifft das auf die Generation ab 40 Jahren zu, die die Jahrzehnte noch nicht vergessen hat, als politische Direktiven die Einschätzung der einzelnen historischen Epochen, besonders die der Geschehnisse im 20. Jahrhundert, mitbestimmten. Wir sind der Ansicht, dass wir es dem Andenken unserer Eltern und Großeltern und auch der historischen Wahrheit schuldig sind, dass jeder nach seinen Möglichkeiten und seinem Fachwissen das nunmehr zur historischen Quelle gewordene Erbe von Generationen, die die Kataklysmen des 20. Jahrhunderts miterlebten, erschließt und publik macht.

Einladung

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