VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Analyse der Serie von Ereignissen, die zur Revolution 1956 führten

13. Januar 2016

Die ungarische Stiftung Verbrechen des Kommunismus und die Konrad-Adenauer-Stiftung haben am 13. Januar 2016 ihr 11. gemeinsames wissenschaftliches Symposium mit dem Titel Der Weg zur Revolution veranstaltet. Zu den Referenten der geschlossenen Beratung im Teesalon des Budapester Hotels Gellért gehörte der Forschungsgruppenleiter des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung Tibor Zinner, der nach den Begrüßungsreden als Erster mit seinem Vortrag „Quislingwelt* in Ungarn” das Wort ergriff.

Thema der Konferenz war die Analyse der Serie von Ereignissen, die zur Revolution 1956 geführt hatten. Die schon im Herbst 1944 entstandene kommunistische Diktatur zielte systematisch auf alle Schichten der ungarischen Gesellschaft ab und erfüllte sie mit Angst. Sie deformierte Gesetzgebung und Rechtsanwendung Schritt für Schritt in einem Maße, das nur für die schlimmsten Diktaturen charakteristisch ist. Das Ziel bestand darin, die Klassenprinzipien der Diktatur des Proletariats sowjetischen Typs durchzusetzen, wobei jeder frühere humanitäre Gesichtspunkt missachtet wurde.

*Quisling ist die Bezeichnung für eine Person, die mit den feindlichen Besatzungskräften kollaboriert. Sie geht auf den Namen des norwegischen Offiziers und Politikers Vidkun Ouisling zurück, der während der Beatzung durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg Oberhaupt der kollaborierenden Regierung Norwegens war. (d. Red.)

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