VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Vorträge über die vor 70 Jahren begonnene Aussiedlung der Ungarndeutschen

19. Januar 2016

Aus Anlass des Gedenktages an die Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen hat das Museum Gedenkpunkt in Hódmezővásárhely am Dienstag, den 19. Januar 2016unter Mitwirkung namhafter Historiker eine wissenschaftliche Beratung über die vor 70 Jahren begonnene Aussiedlung der Ungarndeutschen veranstaltet. Zu ihnen gehörte Tibor Zinner, Forschungsgruppenleiter beim VERITAS Institut.

Das ungarische Parlament nahm im November 2012 den Beschluss an, der den 19. Januar zum Tag der Verschleppung der Ungarndeutschen erklärte. Die Angehörigen der deutschen Nationalität in Ungarn wurden unter dem Vorwurf der Kollektivschuld verfolgt, um ihr Hab und Gut gebracht und dann gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Am 19. Januar 1946 fuhr von Budaörs der erste Zug mit deutschen Deportierten ab. Bis zum Sommer 1946 wurden annähernd 110.000 Menschen zum Verlassen des Landes gezwungen. Die Zahl der Vertriebenen überstieg bis Juni 1948 die 200.000.

Die Vorträge analysierten nicht nur die allgemeine Situation der Ungarndeutschen in einzelnen Regionen des Landes und die Geschichte ihrer Aussiedlung, sondern auch Themen, wie Integration, Identitätsverlust bzw. wie die Regierungen die unterschiedlichen Nationalitäten behandelten.

Programm

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