VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Geschichte unserer Zeit (1867–1994): Achter Vortrag der Veranstaltungsreihe

19. Mai 2016

Mit dem Titel Korunk történelme (18671994) (Geschichte unserer Zeit 1867–1994) hat eine Vortragsreihe in Királyhelmec (Královsky Chlmec/Slowakei) begonnen, die gemeinsam von der Gesellschaft für die Entwicklung der Region Bodrogköz Zsuzsanna Lorántffy und dem VERITAS Institut für Geschichtsforschung veranstaltet wird. Im Rahmen der Programmreihe können Freunde der Geschichte zwischen dem 11. Februar und dem 2. Juni 2016 alle zwei Wochen donnerstags um 18.00 Uhr im Haus der Ungarischen Gemeinschaft in Bodrogköz insgesamt neun Vorträge besuchen. Dabei stellen Historiker unseres Instituts die wichtigsten Wendungen und Stationen der Geschichte Ungarns im Laufe von 150 Jahren dar, angefangen vom Ausgleich bis zur Tätigkeit der Antall-Boross-Regierung.

Der nächste Vortrag wird am Donnerstag, den 19. Mai 2016 um 18.00 Uhr gehalten. Der Titel lautet: Systemwandel und neue Regierungen. Die Antall- und die Boross-Regierung 1990–1994.

In der achten Präsentation der Vortragsreihe wird Endre Marinovich, stellvertretender Generaldirektor für Wissenschaft beim VERITAS Institut, seine Ansichten über den Prozess des Systemwandels sowie über die Tätigkeit der Antall- und der Boross-Regierung zwischen 1990 und 1994 darlegen. Die Wende bedeutet den Übergang vom Einparteiensystem zur parlamentarischen Demokratie, von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in den Ländern Ostmitteleuropas und Osteuropas, die sich als individueller, einmaliger und in nur eine Richtung verlaufender Prozess manifestierte. Eine spezifische Form davon ist die Situation in Ungarn, die der Referent von der Gründung des Runden Tisches der Opposition bis zum Ende der Amtszeit des ersten frei gewählten Parlaments und der ersten frei gewählten Regierung verfolgt. Er geht dabei auf die neu entstandenen und erneuerten politischen Einrichtungen, wie auf das Verfassungsgericht, die Staatsform, die Wahlsysteme usw. ein. Natürlich werden die wichtigsten außenpolitischen Ereignisse in diesem Zeitraum angesprochen, wie die Abschaffung des Warschauer Vertrages und des RGW, die Nachbarschaftspolitik, die südslawische Krise, die Offenbarung der euro-atlantischen Orientierung usw. Unvermeidbare Bestandteile des Systemwandels sind die wichtigsten Veränderungen, die in der nationalenWirtschaft eintraten: der Stabilisationsversuch, die Befreiung von Bindungen und die Privatisierung.