VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Konferenz zu Ehren 70 jähriger Stars

22. Juni 2016

Mit dem Erbe der ungarischen leichten Musik befasst sich am 22. Juni eine Konferenz im Budapester Ludwig-Museum. Unter dem Titel Zeitlose Stimmen ehren die Teilnehmer die heute 70jährigen Stars János Bródy, Ferenc Demjen, Károly Frenreis, Zsuzsa Koncz und Feró Nagy. Auch ungarische Kuriositäten der Rockgeschichte sind Gegenstand der Konferenz. Nach spannenden Präsentationen kann das Publikum auch eine außergewöhnliche Führung durch eine Ausstellung erleben. Die Veranstaltung versteht sich als Teil eines nach dem bereits verstorbenen ungarischen Entertainer Tamás Cseh benannten Programms des Nationalen Kulturfonds.

In ihren Beiträgen suchen die teilnehmenden Experten Antworten auf Fragen nach der kulturpolitischen Atmosphäre, in der die ersten Stars in Ungarn lebten. Dabei gilt es auch zu bestimmen, wer als Vater des ungarischen Liedes bezeichnet werden kann und als Bohemien zu immer neuen musikalischen Entdeckungsreisen aufbrach.

Die entscheidenden Persönlichkeiten wurden wenige Jahre nach dem Weltkrieg geboren, und die Beat-Pop-Rockkultur entfaltete sich zu Zeiten der Kádár-Ära in Ungarn. Unvergessliche Schlager, weltberühmte Bands, Sänger und Komponisten starteten in diesen Jahrzehnten; sie entfalteten über die Rockmusik eine enorme gemeinschafts- und publikumsformende Wirkung auf das Denken, die Jugendkultur und die gesamte Gesellschaft.

Zu den geladenen Historikern, die sich mit dem Thema beschäftigen, gehört Eszter Zsófia Tóth, wissenschaftliche Hauptmitarbeiterin des VERITAS Instituts, die unter dem Titel „Es war einmal ein Mädchen” (ein nach Jahrzehnten immer noch bekannter Schlager) – Merkmale der Laufbahn der Sängerin Zsuzsa Koncz in der sozialistischen Epoche einen Vortrag hält.