VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Ende Juli gab VERITAS-Generaldirektor Sándor Szakály Magyar Hírlap ein kurzes  Interview zur gegenwärtigen Nationalen Konsultation. Das Gespräch führte Miklós András Lázin.

Was denken Sie über die Anregungen zur Sicherheitspolitik?

– Auch jetzt sage ich: Die Migration ist nichts anderes als die Eroberung Europas ohne Waffen. Dafür bekam und bekomme ich auch jetzt heiße und kalte Duschen, doch meine Meinung hat sich dadurch  nicht geändert. Es wäre an der Zeit, der Wirklichkeit ins Auge zu schauen. Es geht also praktisch nicht nur darum, dass sich die Menschen aus einer Kriegszone auf den Weg machen, sondern im Hintergrund steht die Hoffnung auf ein besseres Leben und auf sicherer scheinende Einkommensverhältnisse. Und natürlich die Vermutung, dass es etwa die Pflicht der in Frieden lebenden europäischen Völker ist, für die illegalen Migranten aufzukommen. Meiner Ansicht nach muss die Hilfe dorthin gebracht werden, wo Not herrscht, und nicht die Hilfsbedürftigen hierher.

– Warum halten Sie es für wichtig, dass die Menschen die Fragebögen zurückschicken?

– Wenn wir uns hineindenken,  dass sämtliche Mitglieder einer Nation nunmehr das neunte Mal in dieser Form darüber befragt werden, wie sie über gewisse Dinge denken, dann können wir ohne jede Übertreibung sagen, dass für die Fragenden, also für die Regierung die Meinung der Bürger wichtig ist. Zugleich ist es freilich auch nicht von Übel, wenn Einzelne einen anderen Standpunkt vertreten als ich oder die Regierung. In so einem Fall kann man nämlich darüber nachdenken, ob der Weg richtig ist, auf dem wir unterwegs sind.

– Von der Opposition war zu hören, dass das Ganze die Menschen kaum interessiert.

– Das ist so, wie der Selbsttrost des Verlierers nach den Wahlen, wonach der Andere "nicht so sehr, nur ein kleines bisschen gewonnen hat.” Damit zu kommen, dass von X Millionen Menschen Y Millionen die Fragebögen nicht zurückgeschickt haben, ist meines Erachtens Unsinn. Die Entscheidungsträger können nämlich von vornherein nur die Schicht in Betracht ziehen, die ihre Meinung kundtut. Wenn die Möglichkeit besteht, Demokratie zu bekunden, dann muss man keine Gegenkampagne einleiten, sondern eine Gegenmeinung äußern.

– Was würden sie auf Fragen zum Coronavirus antworten?

– Es ist kein Geheimnis, dass ich zur gefährdeten Altersgruppe gehöre. Ich halte die Vorschriften ein und denke, dass die uns gegenüber formulierten Einschränkungen nicht übertrieben waren.
Dies spielte im erfolgreichen Schutz eine unumgängliche Rolle. Laut Experten ist die Epidemie noch nicht zu Ende, so ist es nach wie vor zweckdienlich, das zu tun, was uns die Experten raten.

                                                                                                          Übersetzung aus Magyar Hírlap