VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Nachrichten

Der Verlag Magyar Napló (Ungarisches Tagebuch) und das VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv haben in diesen Tagen den vierten Band  zum Thema Trianon und die ungarische Hochschulbildung Trianon és a magyar felsőoktatás  herausgebracht.  Gábor  Ujváry war Redakteur und Lektor der neuen Publikation, in der Arbeiten von unseren Kollegen András Joó, Dávid Ligeti, Zoltán Dévavári, Krisztina Bognár-Kiss, Péter  Bertalan und László Orosz enthalten sind.

Am 16. Dezember ist ein Wissenschaftliches Beratergremium beim Ungarischen Nationalmuseum (MNM) ins Leben gerufen worden. Zum Vorsitzenden wurde der Präsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Tamás Freund, zum Kopräsidenten Miklós Maróth, Vorsitzender des Loránd-Eötvös-Forschungsnetzes, gewählt. Mitglieder des Gremiums sind Rektoren mehrerer Universitäten und der Ehrenpräsident des Ungarischen Nationalkomitees von ICOMOS sowie Generaldirektor Sándor Szakály und Institutionsleiter Gábor Ujváry vom VERITAS Institut.  

Zum 28. Todestag József Antalls  fand am 10. Dezember an seinem Grabmal im Friedhof der Budapester Fiumei-Straße im Beisein seiner Verehrer, Freunde und ehemaligen Mitarbeiter eine Gedenkfeier statt. Den Kranz des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv legte der stellvertretende Generaldirektor  Endre Marinovich  nieder.

Die Organisation der ungarischen politischen Häftlinge und Zwangsarbeiter (ung. Abk. SZORAKÈSZ), die in die Sowjetunion verschleppt worden waren, hat eine Gedenkfeier organisiert, verbunden mit militärischer Ehrenerweisung und Kranzniederlegung zum Anlass des Gedenktages. Verteidigungsminister Tibor  Benkő hielt die Festansprache. Bei dem Ereignis am Denkmal der Opfer der sowjetischen Besatzung legte im Namen des VERITAS Instituts die Beauftragte des Generaldirektors  Csilla Megyesi  einen Kranz nieder.

Datum: 27. November 2021

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Aus Anlass  der in die Sowjetunion verschleppten ungarischen politischen Häftlinge und Zwangsarbeiter hat Ungarns Regierung eine Gedenkfeier abgehalten. Am Menschenkreuz – Gulag-Denkmal auf dem Budapester Honvéd-Platz – sprach Justizministerin Judit Varga, dann folgte eine  Kranzniederlegung. Im Namen des VERITAS Instituts  und Archivs legte Endre Marinovich  einen Kranz nieder und verbeugte sich vor dem Andenken jener, die unter dem Vorwand von „malenkij robot“  gesammelt und in  Gruben, Kolchosen, bei Eisenbahnbau und Holzeinschlag in der Sowjetunion Zwangsarbeit leisten mussten. Die Mehrheit der Verschleppten starb weit weg vom Vaterland.

 Zeitpunkt: Donnerstag, 25. November 2021, 14.00 Uhr  

Der Verlag Magyar Napló und das Humanistische Gymnasium Facultas   haben  kürzlich gemeinsam ein neues Buch von VERITAS-Generaldirektor  Sándor Szakály Talpra állás Trianon után (Wiedererstarken nach Trianon)  herausgegeben. Im Klappentext ist unter anderem zu lesen: „Die hier veröffentlichten Interviews, Artikel und Studien […] entstanden inmitten vieler Schwierigkeiten und manchmal Leiden, es war es aber vielleicht wert, sie zu schreiben.”

Der Studienband  Trianon után (Nach Trianon), zusammengestellt von den Historikern Henrik Hőnich und Ágoston Nagy, wird bei einem Rundtischgespräch in Budapest präsentiert. Gemeinsam mit den Redakteuren debattieren die Historiker Pál Hatos und Balázs Ablonczy.  Der Band beinhaltet auch eine Arbeit des VERITAS-Institutionsleiters Gábor Ujváry zu den Reaktionen der ungarischen Hochschulbildung und Geschichtsschreibung auf die Zerstückelung des Landes in den Jahren 1918-1920.  Das Buch ist bei der Stiftung Wissenszentrum im Öffentlichen Leben Századvég erschienen. Ort: Hotel Memories Budapest, Rumbach-Konferenzraum, 1077 Budapest, Wesselényi-Str. 4, Zeitpunkt: Montag, 25. Oktober 2021, 17.00 Uhr.

Zum Aufbau eines  Gulag-GUPVI-Museums als Gedenkstätte in Cegléd (Komitat Pest) haben das VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv und die Geschlossene Aktiengesellschaft für Investition, Technik, Entwicklung, Sportbetrieb und Zentrale Beschaffung (ung. Abk. BMSK Zrt.)  am 5. Oktober ein Kooperationsabkommen abgeschlossen. Die Regierung hat das  VERITAS Institut beauftragt,  an der Stelle einer einstigen Husarenkaserne, die während der kommunistischen Diktatur als Internierungs- und Zwangsarbeitslager sowie Kriegsgefangenenlager fungiert hatte, eine Gedenkstätte zu schaffen, die diesbezüglichen Arbeiten zu leiten und  den Erinnerungsort dann zu betreiben. Das VERITAS Institut nimmt an der Vorbereitung der Investition teil und unterstützt auch die Verwirklichung. Im Sinne des Kooperationsvertrages ist die Geschlossene Aktiengesellschaft für die Ungarische Nationale Vermögensverwaltung als Bauherr für die Vorbereitung der Investition tätig, während die BMSK Zrt. die Investition ausführt.

Die seit mehreren Jahren währenden Vorbereitungsarbeiten  haben durch die Unterzeichnung des Kooperationsabkommens ihr Ziel erreicht, denn innerhalb einiger Wochen erfolgt die Grundsteinlegung. Die Eröffnung der Gedenkstätte ist Ende 2023 zu erwarten. Das Abkommen wurde von den Generaldirektoren der BMSK Zrt.,  Dr. Mihály Medvigy, sowie des  VERITAS Instituts, Prof. Dr. Sándor Szakály, signiert.

Bester historischer Dokumentarfilm – so lautete die Würdigung auf dem Kiez Berlin Film Festival für den ungarischen Streifen Népirtás Pozsonyligetfalun  (Genozid in Engerau/Pozsinyligetfalu/Petržalka/SK.  In dem Film des Regisseurduos  Dávid Géczy  und Zoltán Udvardy  kommt auch unser Kollege Gábor Hollósi als Experte zu Wort.

Der Dokumentarfilm zeigt die miteinander eng verbundene Geschichte der massenhaften Hinrichtungen im Todeslager von Engerau, das im Frühjahr 1945  eingerichtet  und bis 1947 betrieben wurde, sowie des Genozids der auf dem Lagergelände ermordeten 90 ungarischen Jungmannen und des Blutbades an zahllosen deutschen und ungarischen Zivilisten, die nach dem Krieg ins mährische Prerov  heimkehrten. Darin werden erstmals die Zusammenhänge der Massenmorde gegen die Zivilbevölkerung in der Tschechoslowakei nach dem Krieg aufgedeckt.

Der Verein der Jazygen hat am 8. Oktober dem Generaldirektor des VERITAS Instituts, Sándor Szakály, eine Ehrenurkunde verliehen. Er konnte die Anerkennung für „seine Tätigkeit im Interesse der Pflege der Beziehungen der in Jazygien Lebenden und der von dort Abgewanderten” vom Vorsitzenden des Vereins,  László Dobos,  entgegennehmen.

Unser Kollege Ádám  Schwarczwölder hat bei einer öffentlichen Diskussion am Institut für Geschichte an der Universität  Pécs seine  Dissertation  mit dem Ergebnis summa cum laude verteidigt. Die wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel Ungarns Generaldirektor: Der Weg Kálmán Szélls bis zur Ministerpräsidentschaft behandelt den ersten Abschnitt der Laufbahn Kálmán  Szélls  (1843–1915)  im öffentlichen Leben bis zu seiner Ernennung zum Ministerpräsidenten im Februar 1899.  Dabei analysierte er Szélls familiären Hintergrund, die ersten Jahre seines öffentlichen Auftretens, seine erfolgreichen Jahre zwischen 1875 und 1878 als Finanzminister und den langen Weg bis zu seinem Mandat als Regierungschef.  Wir gratulieren unserem  Kollegen zu diesem hervorragenden Ergebnis!

Der Nationale Kreis Graf István Tisza in Nagykovácsi hat am 23. April 2019 VERITAS-Generaldirektor Sándor Szakály die István Tisza-Gedenkmedaille verliehen, die er wegen seiner Erkrankung und der Pandemie-Lage erst am 24. September 2021 entgegennahm.

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Prof. Sándor Szakály  hat am  20. August den Széchenyi-Preis entgegengenommen, den  Ungarns Präsident dem Generaldirektor des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv zum Nationalfeiertag am15. März verliehen hatte.

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Aus Anlass der diesjährigen Koppány-Tage verleiht der Bürgermeister der Gemeinde Törökkoppány (Türkenkoppány) im Komitat Somogy, György Varga, dem hier geborenen VERITAS-Generaldirektor Sándor Szakály den Titel eines Ehrenbürgers. Zeitpunkt: Freitag, 17. September 2021, 16.15 Uhr

Die Ortschaft Koppány erlangte im 15. und 16. Jahrhundert größere Bedeutung; auch ihre Burg entstand in jener Zeit. Die Türken belagerten sie 1542, der Budaer Pascha konnte sie jedoch erst zwischen 1551 und 1553 einnehmen und zum  Sandschak-Sitz machen. Die Türken bauten in erster Linie die Burg weiter aus, die Kirche und das Herrenhaus des Gutsbesitzers wurden für kultische Zwecke benutzt, d.h. dort wurden das Bad, der Brunnen und die Wasserleitung gebaut. Laut einer Steuerliste der türkischen Schatzkammer aus dem Jahre 1563 gab es 15 Häuser in der Siedlung, und 123 Bewaffnete dienten als Wache für die Burg Koppánys. Der Weltenbummler Evliya Çelebi, der im 17. Jahrhundert Ungarn bereiste, charakterisierte  die Ortschaft Koppány mit einer gewissen Übertreibung wie folgt: „Die Stadt ist eine große Peripherie auf einer ausgedehnten Ebene, deren nebeneinander stehende Häuser alle mit Brettern gedeckt sind. Ein Zaun umgibt die Stadt, an dessen Ecken sich Furcht gebietende Basteien erheben.  Die äußere Burg ist deshalb stark, weil ihre Graben voller Wasser und schlammig sind. Die Stadt hat eine gemischte Population und begann  zu einer balkanischen Kleinstadt zu werden. Die mohammedanischen Religionsgebäude sind alle da, in der Burg und der Stadt Koppány wurden insgesamt vier größere Moscheen und elf Minarette errichtet." Der Bach Koppány trieb in jener Epoche zwei Wassermühlen an.

Quelle: Redakteure Éva Izményi, Jenő Nagy, Sándor Kasza, Tibor Troszt: Somogy megye kézikönyve (Handbuch des Komitats Somogy). Szüv Rt. – CEBA-Holding Kft, ISBN: 963-9089-14-1, 1998.

Im Rahmen des vom Ministerium für Innovation und Technologie ausgeschriebenen Programms OTKA für junge Prominente der Forschung hat das Forschungsprojekt unseres Mitarbeiters Dr. Attila Réfi  Husaren diesseits und jenseits von Kampffeldern – Unsere nationale Truppengattung im „langen” 19. Jahrhundert am 17. August eine Förderung in Höhe von 40 Millionen Forint gewonnen. Demnach wird unter Leitung Attila Réfis eine Forschungsgruppe für Husarengeschichte an der Károli Gáspár Universität der Reformierten Kirche gebildet, die als offizielle Institution für das Projekt fungiert.

Bildquelle: budaihonvedek.hu

Am 19. August, dem Vorabend des Nationalfeiertags, hat der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjén  dem Sekretär des Beratergremiums des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv  Dr. László Géza Sömjéni das Mittelkreuz des Ungarischen Verdienstordens, der Archivleiterin des VERITAS Instituts Krisztina  Bognár-Kiss das Ungarische Verdienstkreuz in Silber überreicht. Die Auszeichnungen waren ihnen von Präsident  János  Áder verliehen worden.

Der österreichische Journalist Karl Pfeifer  hat einen Beitrag unter dem Titel Ungarn – Ohne jeden Druck von deutscher Seite – Vor 80 Jahren deportierte die Ausländerpolizei rund 18.000 Juden in ein KZ über Ungarns revisionistische Ansichten in den Kriegsjahren geschrieben, der u.a. in der Berliner Jüdischen Allgemeinen  vom 18. Juli erschien. Darin wird auf VERITAS-Generaldirektor Sándor Szakály Bezug genommen. 

Anmerkung: In dem ominösen, oft angegriffenen Interview der ungarischen Nachrichtenagentur MTI mit Sándor Szakály  vom 17. Januar  2014 ist Folgendes zu lesen: „… man muss auch darüber reden, dass dem hiesigen Judentum im Gegensatz zu dem Ungarn-Bild von der Zeit an ein bedeutender Verlust zugefügt wurde, als die deutschen Streitkräfte in Ungarn einmarschierten und daher die Souveränität des Landes  nach dem 19. März 1944 stark eingeschränkt war. Er verwies darauf, dass mehrere Historiker der Ansicht seien, dass die erste Deportierung im Zweiten Weltkrieg 1941 von Ungarn nach  Kamenec-Podolsk erfolgte, dies aber seiner Meinung nach eher als fremdenpolizeiliches Verfahren bezeichnet werden könne, denn dorthin wurden diejenigen abgeschoben, die nicht über die ungarische Staatsbürgerschaft verfügten. Als sich herausstellte, dass viele von ihnen ermordet wurden, ermöglichte Innenminister Ferenc Keresztes-Fischer die Rückkehr nach Ungarn – betonte er.”

Generaloberst a.D. Lajos Fodor, Mitglied des Beratergremiums des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv, hat von der Selbstverwaltung des X. Stadtbezirks Kőbánya der Hauptstadt Budapest am 24. Juni den St. Ladislaus-Preis verliehen bekommen. Dieser Preis kann „der natürlichen Person zuerkannt werden, die lebenslang durch ihr Schaffen, ihre herausragenden Leistungen, ihre Achtung genießende Tätigkeit und ihren beispielhaften Lebensweg zur Entwicklung  und zum Wachstum des Bezirks beitrug und dadurch den Ruhm von  Kőbánya mehrte. Mit dem St. Ladislaus-Preis erkennt die Selbstverwaltung des X. Stadtbezirks Kőbánya der Hauptstadt Budapest den Lebensweg des Preisgekrönten an”, ist auf der Website der Selbstverwaltung zu lesen.

Die Aufnahme des Fernsehkanals TV10 von der Preisverleihung am St. Ladislaus-Tag und das Interview mit Lajos  Fodor können hier angesehen werden.

Es gibt drei erfreuliche Nachrichten aus dem Hause VERITAS in den letzten Wochen. Unser Kollege Ádám Schwarczwölder, PhD-Student  des Doktor-Programms Europa und das Ungartum im 18.-20. Jahrhundert an der Interdisziplinären Doktorschule  der  Universität Pécs, hat das Manuskript seiner Dissertation zum Thema Ungarns Generaldirektor - Kálmán Szélls Weg bis zum Amt des Ministerpräsidenten zur Werkstattdiskussion eingereicht. Die öffentliche Verteidigung kann im September stattfinden.

Kollegin Izabella  Drócsa hat ihre Dissertation an der Doktorschule der Fakultät Rechts- und Staatswissenschaft an der Katholischen Péter-Pázmány-Universität zum Thema  Ständische Gesetze zwischen den beiden Weltkriegen anhand der richterlichen Praxis am Budapester Königlichen Gericht Mitte März mit summa cum laude verteidigt.

Unser Kollege Gábor Hollósi hat sich Anfang April an der Philologischen und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Károli-Gáspár-Universität der Reformierten Kirche habilitiert. Das Thema seiner Habilitationsverteidigung lautete: Der Pressburger Brückenkopf - Die Verhandlungen des ungarisch-tschechoslowakischen Grenzkomitees.

Am 3. Mai ist der Historiker Prof. Dr. habil. András Gergely, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, Prof.em. der Károli Gáspár Universität der Reformierten Kirche,  früherer Leiter der Forschungsgruppe der Epoche der Doppelmonarchie und Mitglied des Beratergremiums des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv, in Budapest gestorben.

Die wichtigsten Medien brachten nicht nur die traurige Nachricht, sondern fassten auch seine allseits hochgeschätzte Tätigkeit zusammen. Er war ferner Doktor der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Professor an der Eötvös Loránd-Universität, der deutschsprachigen Andrássy Universität Budapest und Autor zahlloser Studien und ausgezeichneter Bücher. Von der Wende an nahm er aktiv am ungarischen politischen Leben teil, darunter  an der Ausarbeitung des Programms der Partei Ungarisches Demokratisches Forum, der er als Gründungsmitglied angehörte. Er arbeitete im Außenministerium, dessen Generalsekretär er in den Jahren 1991-1992 war. Später repräsentierte er Ungarn als Botschafter in Südafrika und in den Niederlanden.

Einer seiner Kollegen im VERITAS Institut, Gábor Ujváry, hob in seinem Nachruf hervor: „Wie die Zentralisten früher, tendierte auch András Gergely immer zur Mitte, sowohl in der Politik als auch in der Geschichtswissenschaft. Er mochte nicht das Extreme, er war immer bemüht, Argumente und Gegenargumente anzuhören und den goldenen Mittelweg zu finden. Seine Leistung fand Anerkennung unter Historikern der unterschiedlichsten Tendenzen und ideologischen Einstellungen. Wie auf seinen wichtigsten Helden István Széchenyi trifft auch auf ihn im edelsten Sinne des Wortes die  Beschreibung als konservativer Reformer zu – sowohl in seinem Wirken als Historiker wie als Politiker. Gerade heute fehlen in der ungarischen Geschichtswissenschaft mit ihm vergleichbare Persönlichkeiten, die zwischen den verschiedenen Lagern zu vermitteln in der Lage sind.ˮ

László Anka, ein anderer Kollege und auch Schüler András Gergelys, erinnert sich an ihn als einen der bedeutendsten Forscher der ungarischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. „Während seiner Seminare konnten wir beobachten, wie gern er analysierte, alles von allen Seiten beleuchtete, logisch aufbaute, zusammenfasste, Schlussfolgerungen zog und extreme Wege ausschlossˮ, schrieb Anka. „Gergely legte den Nachdruck nicht auf die Chronologie der Ereignisse, sondern auf die Motive der historischen Akteure und die Koinzidenz der verschiedenen Ansichten.  Er strahlte Ruhe, Heiterkeit und Optimismus aus. Allein wegen seines Auftretens als stiller Gentleman befand sich sein Name nicht unter den bekanntesten Historikern.ˮ

Die Selbstverwaltung der Stadt Balatonföldvár hat VERITAS-Generaldirektor Dr. Sándor Szakály am 18. Juni den Titel Ehrenbürger von Balatonföldvár verliehen. Szakály sei „engagierter Anhänger der Stadt”. Dies komme „in seiner selbstlosen Tätigkeit zu ihrer Popularisierung und Unterstützung  zum Ausdruck”.

Anlässlich des ungarischen Nationalfeiertages (15. März, Ausbruch des Freiheitskampfes 1848) hat Ungarns Präsident János Áder den Generaldirektor des VERITAS-Instituts, Prof. Dr. Sándor Szakály, mit dem Széchenyi-Preis geehrt. Die Auszeichnung wurde ihm für seinen jahrzehntelangen bedeutenden Beitrag zur Geschichtsforschung in Ungarn verliehen, insbesondere über die Zwischenkriegszeit (1919–1945).

Aus Anlass des 30. Jahrestages der Gründung  des Vereins für Traditionspflege Honvéd wurde Sándor Szakály  geehrt. Bereits im November vorigen Jahres wurde ihm für seine herausragenden  Dienste zur Erhaltung der ungarischen Honvéd-Traditionen und des Vereins die Jubiläums-Gedenkplakette des Vereins verliehen. Wegen der Pandemiegefahr konnte der Generaldirektor des VERITAS Instituts, der zwischen 2011 und 2020 Vorsitzender des Vereins war, die Auszeichnung erst in diesen Tagen übernehmen.

Das Kuratorium der Bezerédj-Stiftung hat den diesjährigen gleichnamigen Preis unserem Kollegen Dávid Ligeti, einem der wissenschaftlichen Hauptmitarbeiter des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv, verliehen.

Dávid Ligeti erforscht als einer der talentiertesten Historiker seiner Altersklasse die Militär- und Politikgeschichte der Österreichisch–Ungarischen Monarchie und des Ersten Weltkriegs. In den letzten Jahren veröffentlichte er zahlreiche Studien über die Ungarische Räterepublik sowie die Verhältnisse beim Entstehen des Friedensdiktats von Trianon und dessen Auswirkungen. Er publizierte schon viele Arbeiten und Rezensionen und verfasste Beiträge für mehrere Bände.  In seiner kürzlich erschienenen Dissertation, die als selbständiger Band herausgegeben wurde, arbeitete er die Laufbahn des  k.u.k. Generaloberst Baron Arthur Arz von Straussenburg beispielhaft auf.

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Institutsleiter Ujváry Gábor ist am 24. November zu seinem 60. Geburtstag von seinen Kollegen, Freunden und Anhängern mit einer Festschrift geehrt worden, die beim Verlag Ráció erschienen ist. Darin sind seitens des VERITAS Instituts  Beiträge der Kollegen László Lajtai, Róbert Hermann, Dávid Ligeti, Ádám Schwarczwölder, Zoltán Dévavári, László Orosz, Kálmán Árpád Kovács, Gábor Hollósi, Judit Antónia Farkas, Attila Seres, András Joó, Sándor Szakály, Dávid Kiss, Róbert Géczi, Péter Bertalan und János Rácz zu lesen. download als pdf

Das Ungarische Landwirtschaftsmuseum hat  am 14. Oktober eine Konferenz über Geschichte und  Schutz des Erbes mit dem Titel „Das berühmte Komárom ist eingenommen” – Die Militärgeschichte von Komárom und Umgebung von der römischen Eroberung bis zu Trianon. An  der Konferenz nahm unser Kollege Róbert Hermann teil,  der einen Vortrag zum Thema Die  militärische Bedeutung von Komárom in den Jahren 1848–1849 hielt.  

Ort: Ungarisches Agrarmuseum, 1146 Budapest, Vajdahunyadvár, Jägersaal

Zeitpunkt: Mittwoch, 14. Oktober 2020, 10.00 Uhr.

Details

Bildquelle: Várak.hu 

Ökonom György Schamschula,  Minister a.D. und Mitglied des Beratergremiums des VERITAS Instituts,  hat am 26. Oktober das Mittelkreuz des Ungarischen Verdienstordens, unsere Kollegin Mónika Kovács-Veres  das Ungarische Verdienstkreuz in Bronze überreicht bekommen.

 

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Generaldirektor Sándor Szakály hat am 14. Oktober im Facultas Human-Gymnasium, das mit dem  VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv zusammenarbeitet, für Abiturienten einen Vortrag  über Ungarns Rolle im Zweiten Weltkrieg gehalten.

Es war am 1. Oktober 2020 das erste Mal, dass  ein Botschafter Indiens in Ungarn – wie zur Zeit Seine Exzellenz Kumar Tuhin – das VERITAS Institut aufsuchte, um mit Generaldirektor Sándor Szakály und seinem Stellvertreter Endre Marinovich über die Tätigkeit des Instituts, die Bedeutung der Geschichte und ihre Rolle im Leben der Nationen zu diskutieren, die unterschiedliche Länder einander näher bringen kann. Sie behandelten die historischen Aspekte der ungarisch–indischen Beziehungen und die Vermittlerrolle, die indische Politiker zur Zeit der Revolution 1956 gespielt hatten.

Zwischen den beiden Ländern liegen mehr als sechstausend Kilometer, und dennoch gab es einige neugierige Gelehrte aus Ungarn, die Indien erforschen wollten. Der Größte von ihnen war Sándor Csoma de Körösi, der Sprachwissenschaftler des 19. Jahrhunderts, der u.a. die tibetische Sprache und Grammatik vor Ort studierte und durch sein Tibetisch-Englisches Wörterbuch weltbekannt wurde.

Ungarns Landesverteidigungsminister Tibor Benkő hat am 25. August Prof. Sándor Szakály, dem Ehrenpräsident des Vereins für  Honvéd-Traditionspflege,  als Anerkennung für seine langjährige gewissenhafte und hingebungsvolle Arbeit  als Präsident des Vereins (2011–2020) ein Erinnerungsstück überreicht, das der VERITAS-Generaldirektor im Ministerium übernahm.

Wir informieren unsere werten Forscher, dass der Forschungsraum des VERITAS Oral History Archivs vom 6. Juli 2020 an bei vorheriger Anmeldung wieder besucht werden kann.

 

Im Interesse der Sicherheit der Forscher und unserer Kollegen können unsere Dienstleistungen bei nachstehenden Bestimmungen in Anspruch genommen werden:

  • Im Forschungsraum und in den gemeinsamen Räumlichkeiten ist es verbindlich, das Gesicht mit einer Maske, einem Schal oder Tuch zu verdecken.
  • Wir bitten Sie, die zuständigen Kollegen vorab  per E-Mail oder  Telefon zu konsultieren (leveltar@veritas.gov.hu, Telefon: +36 1 795 4913), ob ein Interview erforscht werden kann, und kommen Sie nur zum vereinbarten Zeitpunkt, um ihrer Forschungstätigkeit nachzugehen.
  • Es wird darum gebeten, im Archivgebäude kein Essen zu sich zu nehmen.
  • Es ist verbindlich, das zur Verfügung gestellte Desinfektionsmittel für die Hände zu benutzen.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Geduld!

VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

Der Verlag Méry Ratio hat die deutsche und englische Übersetzung des Buches Trianon vom Zeichentrickfilm-Regisseur und Kulturhistoriker Marcell Jankovics herausgebracht.  Als Lektor wirkte VERITAS-Generaldirektor Sándor Szakály mit.

Das Forschungsinstitut für Hungarologie  veranstaltet eine wissenschaftliche Konferenz mit dem Titel Wieder aufrecht nach Trianon. Hauptschirmherr des Ereignisses ist der Minister für Humanressourcen Miklós Kásler. Das VERITAS Institut wird von Sándor Szakály und  Gábor Ujváry vertreten. Sie halten Vorträge zu den Themen: Aufstellung der selbständigen ungarischen Streitkräfte 1919–1922 und  Aus der Nationalarmee ungarische königliche Honved  sowie „Deutlich durchdachte und systematisch aufbauende Kulturpolitik”. Kuno Klebelsberg und Ungarns Konsolidierung. Zeitpunkt: Donnerstag, 18. Juni 2020, 10.00 Uhr. 

Einladung (download als pdf).

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In der Großgemeinde Tápiószecső (Komitat Pest)  hat eine Gedenkfeier zum Zentenarium der Unterzeichnung des Friedensdiktats von Trianon stattgefunden. Veranstalter war der Kulturverein der Tápióregion Albert Wass. Die Festrede hielt unser Kollege, der Historiker  László Anka.  Ort: 2251 Tápiószecső, Templom-Platz.   Zeitpunkt: Donnerstag, 4. Juni 2020, 17.00 Uhr.

Ist es eine Provokation, ein Foto  mit der Landkarte Groß-Ungarns im Hintergrund  zu machen? Wie muss man eines Jahrestages dieser Art gedenken? Thema des nächsten Teils der Reihe Mandiner-Diskussionsabend ist das Friedensdiktat, das die gesamte ungarische Nation betrifft und das genau vor 100 Jahren im Schloss Groß-Trianon unterzeichnet wurde. Teilnehmende Historiker sind: Mária Schmidt, Pál Hatos und Sándor Szakály.

Zeitpunkt: Donnerstag, 4. Juni 2020, 18.30 Uhr

Das Rundtischgespräch kann live auf den Facebook-Seiten von Mandiner und Millenáris erfolgt werden

Ein Gedenkprogramm und eine Gedenkkonferenz zum Zentenarium von Trianon (Friedensdiktat nach dem Ersten Weltkrieg) werden von der Universität für den Nationalen Öffentlichen Dienst (NKE) organisiert. In Vertretung des VERITS-Instituts wirken László Anka, Sándor Szakály und Gábor Ujváry mit. Die vorgesehenen 28 Vorträge können im Ludovika-Webinar oder auf dem Youtube-Kanal  der NKE, das Gedenkprogramm auf der Facebook-Seite der  NKE verfolgt werden. Zeitpunkt: Donnerstag, 4. Juni 2020, 10.00 Uhr Programm

Monarchisten in der Zwischenkriegszeit lautet der Titel  einer Online-Konferenz, die von der Otto-Habsburg-Stiftung organisiert wird. Zu den geladenen Gästen gehören auch  Historiker des VERITAS-Instituts. László Anka hält einen Vortrag mit dem Titel Albert Apponyi und der Legitimismus, Dávid Ligetis  Thema lautet Suche Karls IV. nach politischen Wegen, 1918-1921. Programm

Der Vortrag von László Anka László ist hier abrufbar. Premiere: Mittwoch, 3. Juni 2020

Fb-Seite der Konferenz

Das Forschungsinstitut für Hungarologie, Budapest, veranstaltet eine Online-Konferenz mit dem Titel  Das Entstehen des hundertjährigen Friedensdiktats von Trianon. Hauptschirmherr des Ereignisses ist Minister  Miklós Kásler. Das VERITAS Institut wird von Institutsleiter Gábor Ujváry vertreten, der einen Vortrag zum Thema Ohne Kultur kein Ungarn? Die kulturellen Folgen von Trianon hält. Weitere Vortragende sind die Historiker: Mihály Nánay, László Gulyás, Ernő Raffay, Szabolcs Nagy, László Tamás Vizi, Péter Miklós, Lajos Olasz, Imre Tóth und Artúr Köő.

Zeitpunkt: Donnerstag, 21. Mai 2020, 10.00 Uhr

Die Vorträge können live auf den Homepages von Facebook und  Youtube live verfolgt werden.

Einladung

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Forscherdienst (OHA)

Wir informieren die werten Interessenten, dass der Forscherdienst des Oral History Archivs (OHA) des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung und Archiv im Einklang mit den Regierungsempfehlungen und -entscheidungen für die Verhinderung der Ausbreitung der Corona-Virusinfektion  vom 18. März 2020 für unbestimmte Zeit geschlossen bleibt.

Kundendienst

Beim Kundendienst für Entschädigung beim VERITAS  Institut für Geschichtsforschung und Archiv gibt es keine Möglichkeit, Angelegenheiten persönlich zu erledigen. Die Beantwortung der per Post oder elektronisch eintreffenden Briefe erfolgt kontinuierlich. Für ausführlichere Informationen wenden Sie sich bitte unter den nachstehenden Telefonnummern +36-70-659-27-39 oder +36-70-659-27-82 während der Arbeitszeit (Mo-Do 8.00-16.30 Uhr, Fr 8.00-14.00 Uhr) an unsere Kollegen. Außerdem sind wir unter der E-Mail-Adresse  leveltar@veritas.gov.hu erreichbar.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

VERITAS Institut für Geschichtsforschung und Archiv

 

Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Kommunismus finden eine Gedenkfeier, ein Rundtischgespräch und die Aufführung des einschlägigen Filmes Örök tél (Ewiger Winter) statt. Veranstalter sind  die Organisation der in der Sowjetunion gefangengehaltenen  Politischen Häftlinge und Zwangsarbeiter, die Internationale Gesellschaft der Gulag- und Gupvi-Forscher, die Gedenkstätte Málenkij Robot des Ungarischen Nationalmuseums und der Verein Braunhaxler zur Pflege Deutscher Traditionen in Óbuda. Ort: Óbuda – Denkmal der Opfer der sowjetischen Besatzung, 1036 Budapest, Árpád fejedelem-Str. 125. Zeitpunkt: Dienstag, 25. Februar 2020, 16.30 Uhr.

Einladung

Aus Anlass des 522. Jahrestages der Verleihung des Rechtes auf Wappen- und Siegelbenutzung an das  Somogyer Land hat die Komitatsversammlung am 6. Januar eine feierliche Gedenkstunde veranstaltet. In diesem Rahmen wurden Auszeichnungen überreicht. Den Preis für die Bürger von Somogy (Somogy Polgáraiért Díj) konnte unter anderen VERITAS- Generaldirektor Prof. Dr. Sándor Szakály für seine hervorragenden Leistungen entgegennehmen.

Unten ist die Urkunde der Auszeichnung abgebildet.

Somogy polgaraiert dij